Warum sind wir ein „sozialökonomischer Betrieb“?

Ein Arbeitsplatz zählt in unserer Gesellschaft zu den Grundbedürfnissen des Lebens. Arbeit hat nicht nur die Aufgabe der materiellen Existenzsicherung, sondern auch die der individuellen und gesellschaftlichen Sinnstiftung.

Keine andere einzelne Aktivität ist in ihrer psychologischen, sozialen sowie materiellen Bedeutung und Wirkung so vielfältig und komplex wie Arbeit. Arbeit und Erwerbstätigkeit führen nicht nur zu Handlungsspielräumen durch selbst erwirtschaftetes Geld, sondern vermitteln durch die Bewältigung der äußeren Anforderungen auch ein Gefühl für persönliche Leistung und Fähigkeiten. Arbeit fördert soziale Kontakte und ihre strukturierende Komponente hat für Suchtkranke im Tages- und Wochenablauf eine besondere Bedeutung. Das Erlernen arbeitskultureller Fähigkeiten ist gleichbedeutend dem Erwerb gesellschaftskultureller Fähigkeiten, die auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens benötigt werden.

Deshalb sehen wir im Angebot von wirtschaftsnahen aber auch speziell geförderten Arbeitsplätzen ein wesentliches Element für eine erfolgreiche (Re)Integration für unsere MitarbeiterInnen.

Ein sozialökonomischer Betrieb stellt alle Rahmenbedingungen die dafür nötig sind. Die eine wesentliche Säule ist die wirtschaftliche Orientierung. Wir stehen mit unseren Produkten und Dienstleistungen im Wettwewerb und behaupten uns damit am Markt. Und nur weil das so ist, erbringen unsere MitarbeiterInnen eine Leistung die einen reellen Wert darstellt und die gebraucht wird. Die zweite Säule stellen jene sozialen Dienstleistungen dar, die unseren MitarbeiterInnen hilft, ein funktionierendes soziales Umfeld aufzubauen, dass sie während und nach der Beschäftigung bei uns, gleichermaßen brauchen.